Abenteuer mit Stil
GranitSEE Verlag

Freshwater-News
für's Tauchen in Deutschland
 
 
 
  

Freshwater-News für's Tauchen in Deutschland, nachzulesen in Mini-Reportagen bei taucherkalender-deutschland.de

Steinbruchsee Miltitz bei Kamenz: Das "aquatisch gereifte" Kunstwerk - Grundzeit für Skulpturen   (seit September 2008)
Steinbruchsee Wildschütz bei Torgau:  Das Deutsche Seestern-Haus - Volker Buder und seine Habitate   (seit August 2008)

 
Grund-Zeit für Skulpturen oder Das „aquatisch gereifte“ Kunstwerk

Der Steinbruchsee Miltitz am Krabatstein wird unterseeische Skulpturensammlung


Der Steinbruchsee Miltitz in der Nähe der Lausitzer Dörfer Miltitz, Nebelschütz und Räckelwitz kann als ein Idyll unter den Lausitzer Granit-Seen gelten. Im blassgrünen Wasser des Sees am Krabatstein entsteht eine unterseeische Kunstsammlung. Kleinplastiken werden dem Wasser und der Zeit ausgesetzt. Ein einmaliges Experiment!

 

Am Anfang war der Stein. Verschiedene Unternehmer und im wahrsten Sinne des Wortes harte Granitarbeiter brachen den hiesigen Werkstein aus dem Berg. Der Steinbruch wurde mehrmals neu angefahren, weil der Granit im weiteren Umfeld des Kamenzer Thonberges als sehr schönes Gestein gilt. Oft siegten die Menschen, doch manchmal gewann auch der Stein. Dann kamen das Ende des Abbaus, das Wasser und der Bewuchs. Zeit verging

                        >> nach oben

 

 

Der See am Krabatstein verwandelte sich in einen wunderschönen Felssee, eingerahmt von Birken, Weiden, Kiefern, Hagebutten und Ginster. Nur wenige Insider unternahmen hier ab und an Tauchgänge. Doch der See hat etwas Magisches an sich. Alle, die hier tauchen oder künstlerisch arbeiten, können das fühlen.

                                                                 

Er ist, wie man so sagt, ein Kraftplatz, erspürbar auch für Nicht-Esoteriker. Vielleicht hatten die Vorfahren einen Sinn dafür, als sie den Granitberg Krabatstein nannten, nach der sorbischen (Dr. Faust ähnlichen) Legendenfigur des Krabat. Dieser Krabat ist in der Lausitz Sagengestalt und literarische Figur zugleich, ein Symbol, der gute Zauberer, der beim bösen Zauberer, dem schwarzen Müller, sein Handwerk erlernte. Nachzulesen in Jurij Brezans „Die schwarze Mühle“ oder Otfried Preußlers „Krabat“. (siehe auch: www.krabat-derfilm.de )

Und so nimmt es nicht Wunder, dass der schön gelegene Granitsee in mehrfacher Hinsicht eine Renaissance der Aufmerksamkeit erfuhr. Die  Tauchschule Druckausgleich aus Freiberg siedelte sich an. Doch es kam noch schöner, besser, anders, kulturvoller. Ein kleines Dorf, die winzige Gemeinde Nebelschütz um Bürgermeister Thomas Zschornak, regte eine Bildhauerwerkstatt am Steinbruch an, die im Jahre 2008 unter dem Titel SCHNITTPUNKT bereits zum dritten Mal stattfand.

 

>> nach oben

Künstler aus Polen, Tschechien und Deutschland, verstärkt durch prominente Gäste aus Westeuropa und Gabun, drückten sich in Granit, Sandstein und Holz aus. Künstlerischer Leiter der Bildhauerwerkstatt war Magister Peter Manhal aus Graz/Österreich. Glücklicherweise fand das Projekt mit dem Krabat e.V., der Euroregion Neiße, dem Landratsamt Bautzen, dem Verkehrsverbund Oberelbe und dem Kulturraum Oberlausitz diverse Förderer. Einige der Kunstwerke thematisierten dann auch die Krabat-Sage und den schwarzen Müller.



Neben dem Stein ist das Wasser dominierendes Landschaftselement. Und so entstand parallel zur Bildhauerwerkstatt ein ganz besonderes Projekt namens UNTERWASSERSAMMLUNG. Der bekannte Dresdner Bildhauer und Kunstdesigner Thomas Reimann engagiert sich als künstlerischer Leiter und Kurator für die unterseeische Skulpturensammlung. Mit eigenen Werken und seinem guten Namen sorgt Reimann dafür, dass die Kunstsammlung im magisch grünen Wasser anwächst. Die Absicht ist jedoch nicht allein, Kunstgegenstände wie potentielle „Film-Schatzfunde“ auf den Seegrund zu legen. Das Vorhaben ist weitaus differenzierter:

 

Thomas Reimann verwirklicht in Zusammenarbeit mit der Tauchschule Druckausgleich um Björn Apenburg eine ganz besondere Vision: Die Kunstwerke sollen zunächst aus den Augen, aus dem Sinn, im philosophischen Sinne „verschwinden“. Für das nichttauchende Publikum sind sie auch sehr praktisch in die unerreichbare grüne Dämmerung versunken. Hier unten, wo in geringer Tiefe mehrere ebene Felsterrassen zur Verfügung stehen, werden die Skulpturen aus Eisen, Granit, Sandstein, Glas oder Holz optisch wirksam positioniert.

Und es geschieht noch mehr: Die Kunstwerke des Vorjahres werden etwas tiefer gerückt, die Skulpturen des aktuellen Jahres stehen am weitesten oben, dem Licht am nächsten. In jedem Jahr sollen etwa 10-20 Kunstwerke hinzukommen. Angestrebt ist Klasse, nicht Masse. Mit jedem „neuen Jahrgang“ Plastiken werden erneut Skulpturen nach unten rücken, arbeiten Künstler und Taucher mit Zeit, Raum und Licht. Die künstlerische Absicht besteht im Beobachten der natürlichen Alterung aller Kunstwerke. Bildhauer Reimann hat es sich nicht nehmen lassen, selbst zu tauchen und die visuelle Wirkung am Seegrund zu studieren.


>> nach oben
 

Nach Ablauf von fünf Jahren sollen alle Kunstwerke feierlich geborgen und versteigert werden. Dann werden neben dem Kunstwerk selbst auch die „Patina“ der Jahre im See Teil des künstlerischen Ausdrucks sein. Reimann und seine Künstlerkollegen machen sich schon heute Gedanken, ob sich die Spuren der „See-Zeit“ einfach trocknen lassen, ob diese Marken der „Zeit im See“ womöglich irgendwie zu fixieren sind.
Was sich die Künstler und die Freiberger Taucher vorstellen, ist an den nunmehr ein Jahr unter Wasser stehenden Kunstwerken bereits zu sehen. Eisenskulpturen rosten langsam, doch Schweißnähte treten überdimensional markant hervor. Hölzerne Kunstwerke dunkeln nach, die Maserung scheint sich optisch zu verstärken. Steinplastiken bekommen ganz betonte Poren, mitunter auch eine eigenartige Marmorierung.


>> nach oben

Ein jeder wird sein ganz eigenes Gefühl, seine persönlichen Assoziationen haben, wenn er sich den „verwunschenen“ Kunstwerken nähert. Ganz gleich, ob es sich um einen Torso, eine Metallskulptur, eine Sandstein-Stele oder eine Madonna in Granit handelt. Hier streift uns unter Wasser der Hauch des Erhabenen, eine ganz besondere künstlerische Gedankenwelt, an der man fünf Jahre lang allein tauchend teilhaben kann. Thomas Reimann und den Freiberger Druckausgleich-Tauchern sei Dank.


Der Dresdner Bildhauer Thomas Reimann ist so etwas wie der Koordinator der UNTERWASSERSAMMLUNG. Er möchte wirkliche Kunstwerke in der Sammlung am Seegrund sehen, und bemüht sich regional wie europaweit um entsprechende Stücke. Im September 2008 gingen ein Picasso-Kopf (Glasskulptur von Erwin Eisch), die Dose der Pandora (Metall-Installation von Thomas Varga), eine Maske (Sandsteinskulptur von Horst Seidelmann) und die hölzerne „Ohrmuschel“ (Gudrun Bernhard) auf Grund. Thomas Reimann selbst vertraute den Fluten einen „Neidkopf“ (Sandsteinplastik im Renaissance-Stil) und eine gläserne Maske August des Starken an.

Einen skurrilen Sinn für Humor offenbarte der polnische Künstler Slawomir Kieryluk: Er lässt seine Sandsteinplastik „Der Sirene“ im See untergehen. Der Artikel ist kein Fehler, denn es handelt sich um eine durchaus weiblich anzusehende Nixe mit einem verborgenen Penis im Schuppenkleid. Dies soll auf die unterschwelligen Persönlichkeiten und Neigungen im Mann anspielen. Folgerichtig steht an Land „Die Sirene“ des Künstlers, eine Figur, bei der das hübsche Gesicht unter Verzicht auf jeglichen Körper gleich in einen tritonhorn-artig geschwungenen Schwanz übergeht.

Die beiden Projekte Bildhauerwerkstatt und UNTERWASSERSAMMLUNG sind lose miteinander verbunden. Wenn die an Land schaffenden Künstler eine Skulptur „für den See“ erstellen, ist dies willkommen, aber nicht Bedingung. Vor allem sollen in der UNTERWASSERSAMMLUNG keine Banalitäten a la „miteinander verlötete Cola-Dosen“ enthalten sein, wenngleich wir seit Andy Warhol wissen, dass auch dergleichen zu Kunst mutieren kann. Die unterseeische Skulpturensammlung im Miltitzer See ist in ihrer Art einzigartig in Europa und kann entfernt mit Jason de Caires Taylors Figurenprojekt vor Grenada verglichen werden. (www.underwatersculpture.com )

Auch wenn das Projekt UNTERWASSERSAMMLUNG die herausragende Besonderheit des Gewässers ist, lohnt sich auch sonst ein Blick unter Wasser. Zu über der Hälfte des Gewässerumfanges können wir hier an dramatischen Steilwänden entlang schweben, durch überflutete Gehölze tauchen oder chaotische Geröllhalden passieren. Unterwegs begegnen wir Barschen, Plötzen, Karpfen und einigen großen Hechten. Der Herrscher der Wasserwelt ist ein 1,60 m großer Wels, der in ganz flach versunkenen Nadelbäumen zu ruhen pflegt. Das Flachwasser wird von ein paar Seerosen und Binsen geschmückt. In düsterer Tiefe von maximal 20 Meter entdecken wir mit viel Glück die Störe vom Krabatstein, außerdem in 11 m Tiefe ein Bootswrack. Es handelt sich um eine Kunststoff-Bootsschale, die im kleinen Felssee wie eine künstlerische Ironie zur allgemeinen Wrack-Romantik in Taucherkreisen wirkt.
      >> nach oben                                            

Oberhalb des Sees befinden sich eine ziegelgemauerte offene Arbeitshalle für die Bildhauer, die Tauchbasis mit Blick aufs Wasser sowie das Allzweckgebäude der Gemeinde mit Sanitäranlagen. Dies alles entstand aus renovierten, wieder zum Leben erweckten Funktionsgebäuden des alten Steinbruchbetriebes.
In gewisser Weise ist die Renaissance an Aufmerksamkeit, die dieser einsame Ort erfährt, auch eine Re-Industrialisierung. So sieht es Magister Peter Manhal, der künstlerische Leiter der Bildhauerwerkstatt. Wer sollte diese Sichtweise ablehnen, zumal nicht wenige Künstler dem  harten Stein mit Bohrmaschinen, Preßlufthämmern und Winkelschleifern zu Leibe rücken müssen, um sich auszudrücken. Erst für die Feinarbeit kommt beim Granit Hammer und Meißel von Hand zum Einsatz. Sonst könnte es erneut sein, dass der Stein des Kraftplatzes Sieger bleibt. „Der Stein will bezwungen sein“, sagt Manhal, „und die Härte des Granits lässt keine Gehirnwichsereien zu.“

Peter Manhal aus Graz hat mehrere Stücke aus Stein und Metall am See stehen. Sein jüngstes Werk ist eine dreiseitige Pyramide, übermannhoch, aus miteinander verbundenen Heuwagendeichseln. Im Zentrum liegt ein Stein auf Stroh. Manhal nennt die Installation „Das Ei des Phytagoras“. Augenzwinkernd verweist er auf die „heilige Trigonalität“ in seinem ironischen Kunstwerk. Es sei eine Metapher auf den Beginn der heutigen Naturwissenschaften, die nach seiner Ansicht nicht allein unmoralische Dinge wie Atomkraft und Gentechnik benutzen, sondern mit unglaublicher Arroganz auch Intuition und Phantasie erklären wollen.

Der Kraftplatz am Steinbruchsee und Krabatstein erlebt jährlich drei laute und intellektuell anspruchsvolle Wochen. Dann zieht wieder Stille ein, allein ein paar Taucher genießen See und Landschaft. Und die nachwachsende Natur umhüllt kreativ gestaltete wie unverändert gebliebene Granitbrocken.

 
>> nach oben
Tauchinfos:
UNTERWASSERSAMMLUNG:
Bildhauerwerkstatt Schnittpunkt:
Bilder und Text:
www.druckausgleich.de
www.reimannkunstdesign.de/Aktuell/Projekte
www.schnittpunkt.tk       http://miltitz.bplaced.net
Falk Wieland, www.unterwasserfoto-und-story.de


Ab August 2008:    Europas einzige Habitate für Taucher wurden versenkt:

Rückkehr in die Zukunft: UW-Stationen aus der Pionier-Zeit des Tauchens sichern moderne Tech-Tauchgänge

Vision und Lebenswerk des Volker Buder: Das deutsche Seesternhaus im Steinbruchsee Wildschütz bei Torgau

Der sächsische Erfinder; Tauchlehrer und Basisinhaber Volker Buder versenkt nach 10 Jahren Arbeit ein System von drei Unterwasserstationen im Binnensee Wildschütz bei Torgau. Er wendet sich damit gegen den Trend, auf derlei aufwändige Installationen in der Tauchbranche zu verzichten. Die Stationen werden der Tauchausbildung im Bereich des Langzeittauchens, der sicheren Dekompression beim Technischen Tauchen und tauchtouristischen Zwecken dienen. Von der Unterwasserhochzeit bis zum wissenschaftlichen Langzeit-Experiment ist alles möglich.


Gegen Ende der siebziger Jahre endete die große Zeit von Unterwasserstationen im Dienste der Meeresforschung. Der Grund war einfach: Die Erforschung des Weltraumes hatte eine größere Lobby und die Mittel flossen dorthin. Außerdem konnte man vielerlei Versuche wetterunabhängig in großen Druckkammerzentren realisieren. Das Meer als „Inner space“ schien abgehakt. Wie 3sat recherchierte, hinterließen die letzten 30 Jahre Meeresforschung weltweit 56 Habitate, von denen nur ein  einziges, die AQUARIUS LABS vor Key Largo, fit und für die tauchende Wissenschaft in Betrieb ist. Um so erstaunlicher, dass nunmehr mitten in Deutschland ein System von drei UW-Stationen in Privat-Initiative zu Wasser gebracht worden ist.                                >> nach oben

Wildschütz-Ufer an einem August-Montag 2008:
Der Versenkungstag der R-II

Pünktlich um acht Uhr rollt der 80-Tonnen-Autokran der Leipzier Spezial-Firma Thömen auf den Hof der Tauchschule Buder am Wildschütz bei Torgau. Vom mitgebrachten Anhänger bürdet der Kranfahrer seinem Autokran zusätzliche 7 Tonnen Gegengewichte auf, um die Unterwasserstation umsetzen zu können. Ein paar präzise Absprachen, und schon beginnt der Arbeitstag am See. Längst sind die aus Zentralteil und drei Kammern bestehende UW-Station R II und das stählerne Fundament zu einer Einheit aus Stahl verschraubt. Hoch über die Köpfe und Wipfel der Ufervegetation schwenkt der Kran die Station ihrem natürlichen Element entgegen. Ein wenig erinnert das stählerne Seesternhaus an die russische MIR-Weltraumstation. Schon bald kann der Kranfahrer die Station hinter den Uferbäumen nicht mehr sehen und muss sich auf Handzeichen verlassen.
Aufmerksam registriert Volker Buder jede Bewegung. Er hat in der Landstation bereits die Niederdruck-Kompressoren angeworfen, die die Station mit Luft versorgen werden. Sowie das große Unterwasserhaus eintaucht, wird die Luft darin komprimiert. Supporttaucher bringen sogleich (an Bojen auf dem Wasser treibende) Luftschläuche heran, die der Station permanent ein Sicherheitsluftpolster einblasen. Allerlei Unvorhergesehenes könnte passieren. Vor allem rechnet der tauchende Konstrukteur damit, dass die Flansche der verschiedenen Bullaugen im Wasser noch einmal nachgezogen werden müssen, bis sie völlig luft- und wasserdicht sind. Das lies sich an Land auf Grund der Größe der Anlage nicht abschließend prüfen. Volle 25 Meter Ausleger muss der Autokran ausfahren, um die Station in ausreichend tiefes Wasser zu setzen.
Dann treibt das deutsche Seesternhaus im Wasser. Mit dem Boot wird es an seinen nächsten Liegeplatz geschleppt, so etwas wie der Ausrüstungskai bei Schiffen. Hier schwebt die Schwesternstation R III noch immer an der Oberfläche, weil sie erst nach der größeren R II auf Tauchposition gebracht werden kann. Die R II wird sicher vertäut und das Einbringen der Ballastgewichte beginnt. Zum Teil Gestein, zum anderen Teil dicke Stahltafeln, die Supporttaucher mit Hebesäcken platzieren. Eine tief im Fels verankerte Verholwinde mit einer Vergangenheit bei der Elb-Binnenschifffahrt wird die Station, über gewaltige Flaschenzüge „verstärkt“, später nach unten ziehen.
Die R II wiegt rund 6,5 t und hat im Ganzen etwa 24 t Auftrieb. Der wird durch den flutbaren Ballastwasserponton etwas kompensiert. Zusätzlich erhält dieser Rahmen eine Stahlplatte eingelegt, die mit 6,5 Tonnen Eisenbahnschienen und Gestein beauflagt wird. Letztlich wird eine reichliche Tonne unkompensierter Restauftrieb ausreichen, um die Station wie einen Fesselballon aufrecht schwebend im Freiwasser zu halten. Auch die kleineren Stationen R I und R III werden durch wassergefüllte Ballastwassersäulen und Gegengewichte in Lage gebracht.
Am Gewässergrund werden alle Stationen gleichermaßen mittels Ketten oder Stahlstangen an in den Fels geschraubten Edelstahl-Ösen verankert. Im Ganzen ist die Versenkung der Buder’schen Unterwasserhäuser ein mehrstufiges Programm, im Rahmen dessen die Stationen R I und R III bereits im April 2008 zu Wasser gebracht wurden. 
>> nach oben

UW-Stationen waren 11 Jahre im Bergwitzsee

Die Buderschen UW-Stationen haben eine lange Geschichte, die weit in DDR-Tage zurückreicht. Volker Buder war bereits zu DDR-Zeiten Tauchlehrer und hatte schon sehr früh die Vision von UW-Stationen. Er glaubt an eine viel bessere und sichere Taucherausbildung mit den Stationen als sicheren Rückzugsort am Seegrund. Die Namen mit „R“ weisen noch heute darauf hin, dass Volker Buder die Stationen aus alten Zementsilos eigenhändig im elterlichen Privatbetrieb zu Reinsdorf bei Wittenberg zusammenschweißte. Mittels einer speziellen Hartgummierung wurden die Einzelteile korrosionsfest. Dabei halfen zuerst nur wenige Verschworene, doch zuletzt hatte Volker Buder einen ganzen Tauchclub dafür begeistert.
Ab 6. Juni 1986 standen die drei Buder’schen Unterwasserhäuser für 11 Jahre im Bergwitzsee. Die zylinderförmige R I befand sich an Ketten hängend als durchaus anspruchsvolles Spielzeug in 18 Meter Tiefe, die mehr-kammerige R II stand in 10 Meter Tiefe auf zwei Gewichtspontons und der „Deko-Pilz“ oder Schildkrötenpanzer R III schwebte in drei Meter Tiefe. Ohne Frage waren die wissenschaftlich untersetzten Experimente der Equipe Cousteau mit den PRECONTINENT-Häusern im Roten Meer vor der sudanesischen Küste das geistige Vorbild für eigene tauchtechnische Abenteuer dieser Art.
Volker Buder hatte sich in den ideologisch finstersten DDR-Jahren etwas einfallen lassen, um eine Attraktion für das Süßwassertauchen ins Wasser zu bringen. Wohl auch, weil zu DDR-Zeiten Tauchgänge im Meer so schwer zu organisieren waren, in einer politischen Atmosphäre, die von der hysterischen Überwachung denkbarer „Republikfluchten“ geprägt war.
Eine Sinn-Gebung in Richtung purer Erlebnisse und Abenteuer konnte jedoch zu DDR-Zeiten nur unter fanatischen Tauchern ausgesprochen werden, nach außen hin war es bitter notwendig, die Stationen in die sogenannte „vormilitärische Wehrsportausbildung“ der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) einzubinden, wollte man nicht ein behördliches „Aus“ riskieren. Doch Volker Buder und seine Kameraden, Tauchsportler aus den Anfängen dieses Sports in der DDR, wollten nichts als tauchen, und dies im besonderen Umfeld.
Somit schufen sie nicht allein aus recyceltem Material, mit ungeheurer Kreativität und wahrhaft unbezifferbarer Arbeitsleistung drei Unterwasser-Stationen. Sie schafften es zudem, dieser besonderen Tauchaktivität einen Namen zu geben, der in der engstirnigen Welt von diversen SED-Parteileitungen, Politbüro und GST akzeptiert wurde, eine Art „political correctness im Arbeiter- und Bauern-Staat“.
Letztlich überlebten die Buder’schen Unterwasserhäuser die DDR um Längen. Volker Buder barg sein Werk 1998, um einen Neuanfang auf modernster Basis im Wildschütz See zu versuchen. Leider war an einen Weiterbetrieb im Bergwitzsee nicht zu denken. Die Verantwortlichen im Rathaus hatten eine einseitige Entscheidung im Sinne sogenannten Naturschutzes getroffen: Man ließ seinerzeit die Ansiedlung eines Winterlagers von 40.000 Graugänsen am Bergwitzsee zu. Deren Fäkalien ließen den einst klaren Bergbaurestsee zu einer trüben Brühe mit Nullsicht unter Wasser verkommen. 
>> nach oben

Unterwasserstationen allgemein

Von den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts an wurden weltweit einige Experimente mit größeren Taucherglocken und komplexen Unterwasserstationen unternommen. Es gab viel zu untersuchen: Die Einwirkung des Druckes, der Gassättigung und der geringen Lichtintensität der Tiefe auf den menschlichen Körper, auf die Psyche. Man testete Materialien, Ausrüstungsteile der Off-Shore-Industrie und versuchte komplexe Ökosysteme tauchend zu erforschen.
Doch die Zeit der komplexen Unterwasserstationen ging eigentlich rasch vorüber. Die nötigen Erkenntnisse waren gewonnen, lange Tauchgänge in die Tiefe wurden mit Mischgasen immer leichter möglich, und die ROVs genannten Tiefseeroboter machten zum Teil sogar das menschliche Tauchen für bestimmte Aufgabenstellungen überflüssig.
Die bekanntesten Unterwasserstationen sind waren Precontinent I (im Jahre 1962 vom Team Cousteau in 10 m Tiefe vor Marseille betrieben), Precontinent II ( 1963 vom Team Cousteau mit acht Tauchern als Seesternhaus mit Garage für Mini-U-Boote im Roten Meer/Shaab Rumi vor Port Sudan betrieben). Ferner die amerikanische SEALAB I-III, von denen SEALAB II sogar auf 62 m Tiefe stand. Mit großem Erfolg wurde von 1972 bis 1985 HYDROLAB auf den Bahamas betreiben, wo nacheinander rund 600 tauchende Forscher arbeiteten.
Eine der ehemaligen wissenschaftlichen Unterwasserstationen wird noch heute unter dem Namen JULES UNDERSEA LODGE als unterseeisches Taucherhotel geführt, wobei JULES selbstverständlich für Jules Verne steht. Das letzte noch aktive UW-Labor AQUARIUS LABS gehört der University of North Carolina, die es gemeinsam mit der NOAA in 20 m Tiefe 4,5 km vor den Floridas Key Largo für Forscher bereit hält. Unter anderem können sich dort Lehrer weiterbilden.
Die einzige deutsche Aktivität auf diesem Gebiet war das UNTERWASSERLABOR (UWL) HELGOLAND. Diese Station trotzte 1968-1979 den Gewalten von Nordsee, Ostsee sowie Atlantik und schmückt heute das Nautineum des Meeresmuseums Stralsund. 
>> nach oben

Der Mann aus Eisen und seine Vision

Volker Buder ist Jahrgang 1943. Er hat die ganze Entwicklung des Tauchsports in den heutigen östlichen Bundesländern miterlebt und geprägt. Er führte die Tauchbasis und seine Stationen seinerzeit im Bergwitzsee über die Wendezeit und schuf eine Tauchschule unter marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten. Doch Volker Buder versäumte auch nicht, sich den Wind der „großen weiten Welt“ um die Nase wehen zu lassen. Er unternahm viele Reisen, und führte mehrere Jahre eine Tauchschule auf Kreta.
Doch die Süßwasserwelt, die deutsche Tauchszene und seine Stationen ließen ihn nicht los. So kehrte er 1998 zurück, kaufte das Seegrundstück mit den Steinbruchbauten am Wildschützsee, sicherte sich die alleinigen Tauchrechte am Gewässer und fing wieder von vorn an: Aufbau einer Tauchschule, Ausbau alter Steinbruchgebäude zu Pension, Tauchbasis, Laden und Wohnung, vermessen und sichern des Sees für den Gästetauchbetrieb. Heute läuft die Tauchschule Buder am Wildschützsee über 10 Jahre und ist unter Süßwassertauchern Legende. Hier muss man einfach gewesen sein.

Der See: Wildschütz bereitet technische Probleme und stellt neue Aufgaben

Der Steinbruchsee Wildschütz ist ein steilwandiger Felskessel, etwa elliptisch, von 200 x 300 m Ausdehnung. Der See ist 74 Meter tief und bietet aus Steinbruchtagen die Reste des Aufzugsturmes, zwei Pumpenhäuser, einen Sprengstoffbunker, einen Fels-Stolln und noch einiges mehr an unterseeischen Sehenswürdigkeiten.
Weil es vor der Buder’schen Tauchbasis gleich 50 m tief ist, müssen alle Stationen wie Fesselballons über der Tiefe aufgehangen werden, ein „Abstellen“ auf dem Grund wie ehemals im Bergwitzsee wäre unmöglich. Doch nicht allein das Profil des Sees ist ein anderes.
Auch das Sporttauchen ist in den letzten 10 Jahren grundlegend anders geworden. Für eine Menge Anhänger des Technischen Tauchens sind die 74 Meter Grundtiefe des Wildschütz mit dem Mischgas Trimix oder geschlossenen Kreislauftauchgeräten erreichbar geworden, ja eigentlich „nur“ Übungsplatz für durchaus mögliche 100-150 m tiefe Tauchgänge. Mit der „guten  alten Pressluft“ lag die Grenze der Vernunft und des sicheren Tauchens bei 40-50 Metern.
Und so kommen auch die Buder’schen Stationen zu neuen Ehren und Aufgaben. Sie werden in den Tiefen der letzten, flacheren Dekostops, in 9, 6 und 3 m Tiefe platziert. Dies ist die Region, in der ein Technischer Taucher je nach Tauchprofil stundenlang dekomprimieren und abwarten muss. Für diese Tauchgänge können die Buder’schen Habitate ein komfortabler und sicherer Hintergrund sein.
Denn das Mischgas Trimix, in dem ein Stickstoffanteil durch Helium ersetzt ist, verursacht zwar keinen Tiefenrausch, aber es erfordert ähnlich lange Dekompressionszeiten wie Pressluft. Diese Aufstiegspausen könnten im Wildschütz zukünftig sicherer und komfortabler abgeleistet werden: Alle Stationen sind frischluftversorgt und beleuchtet, die große R II sogar beheizt, und der Anlagenfahrer aller Unterwasserhäuser hat in der Landstation mittels Wechselsprechanlage und Fernsehkameras das Geschehen unter Wasser im Blick.
In der R II gibt es sogar einen „Staubsauger“: mit dem kann man das Schwitzwasser von den Stahl-Wänden abziehen und außenbords leiten. Die Ausstattung der Stationen ist heute TÜV-gerecht und basiert auf einem 12-V-Netz sowie einer 42-V-Heizung in der R II. Rückluftleitungen zur Landstation ermöglichen die Messung des Sauerstoffgehaltes in der Stationsluft. Eine Sauerstoffleitung zur R II ermöglicht das Atmen von Reinsauerstoff über Atemmasken.
Natürlich hat das System der drei Unterwasserstationen einen hohen tauchtouristischen Schauwert und ist eine ingenieurtechnische Leistung ersten Ranges. Übernachtungen unter Wasser sind ebenso denkbar wie Sättigungstauchversuche, Ausrüstungstests ohne Jojotauchen oder unterseeische Hochzeiten. Volker Buder mangelt es da nicht an Ideen. Tauchlehrer Buder beabsichtigt besondere Lehrgänge zum Langzeit- und Sättigungstauchen anzubieten, weil er dort speziellen Ausbildungsbedarf sieht. Nicht umsonst sind drei Kammern des deutschen Seesternhauses als Küche- und Aufenthaltsraum, Schlafraum und technischer Messraum eingerichtet. Während eines Aufenthaltes verbleibt die Tauchausrüstung der Aquanauten im zentralen Einstieg und Nassteil. 
>> nach oben

Engagement der Aquata Euras GmbH Berlin

Volker Buder hat glücklicherweise Freunde und Förderer. Sonst wäre es vielleicht heute finanziell schwer möglich, trotz aller Eigenleistungen ein System von drei Unterwasserhäusern in einem See zu verankern. Auch Peter Fitschen, seines Zeichens Verkaufsleiter bei der Aquata Euras GmbH Berlin, ist einer von den begeisterten Tauchern, die einst DDR-Bedingungen trotzten und heute immer noch tauchen.
Peter Fitschen hat die Geschäftsführung der Aquata Euras GmbH überzeugt, dass es ebenso noble Geste wie auch Marketinginstrument sein kann, die Versenkung der Unterwasserhäuser im Wildschützsee zu sponsoren. Das erscheint logisch, agiert doch die Aquata Euras GmbH am Markt als Global Player in der Herstellung von Sicherheitsanzügen für Seefahrer und innovativen Tauchanzügen. Nebenbei einer der wenigen Hersteller, der seine Forschung und Entwicklung sowie Maß- und Trockentauchanzug-Produktion in Berlin etablieren wird.
Aus diesem Grunde steht nunmehr „Aquata“ an den lichtgrauen Druckkesseln der Stationen, und die Aquata Euras finanzierte mehrere Schwerlast-Kran-Einsätze. Ferner ist beabsichtigt, dass der Wildschützsee, die Tauchschule Buder und das Umfeld der Stationen Aquata-Testcenter werden. Dies meint, dass hier Material unter härtesten Bedingungen getestet wird und sich potentielle Kunden vor dem Kauf mit ihren Tauchanzugmodell vertraut machen können.
Diese Möglichkeit hat insbesondere für das Testen von Trockenanzügen sehr wichtig. Kenner wissen, dass man unter Trockenanzügen normalerweise tatsächlich trocken bleibt, warme Sachen anziehen kann und – dies vor allem – auch hier bei uns in Deutschland rund ums Jahr und auch unter Eis komfortabel tauchen kann. Doch der individuell „richtige“ Anzug muss es schon sein. Eine Frage, die sich jeder aktive Taucher bald im Aquata-Test-Center selbst beantworten kann.


 
FAKTEN – Technische Daten der R III    (Zylindrische Taucherglocke auf 9m)

Form und Maße: Aufrechstehender Stahlzylinder, 4m hoch und 1,1 m Durchmesser, mit vier Bullaugen a 20 cm Durchmesser, mit Einstiegsluke von unten.
Gewicht: 4 Tonnen.
Max. Personenzahl: 2, die in der Station sitzen können.
Sicherheitsausrüstung: Landseitig steuerbare Luftversorgung bis 42 l/ min, Überwachung der Abluft, 12 V-Beleuchtung, Wechselsprechanlage und Kamera-Überwachung,.

 

FAKTEN - Technische Daten der R II (Hauptstation, das Seesternhaus auf 6m)

Form und Maße: Vier gleichgroße Kammern, drei davon sternförmig an eine zentrale Nasskammer angeflanscht, Höhe 3,5 m, größter Kammerdurchmesser: 1,65 m auf 0,9 m Länge, Gesamtvolumen: 11,6 Kubikmeter, Einstiegsdurchmesser: 0,8 m, Durchstiege zu den Kammern: 0,6 m, 4 Bullaugen a 60 cm Durchmesser, 16 Bullaugen a 30 cm Durchmesser.
Gewicht: 6,5 Tonnen.
Max. Personenzahl: 3-4
Sicherheitsausstattung: landseitig steuerbare Luftversorgung bis 42 l/min, Überwachung des Sauerstoff-Gehaltes in der Stationsluft, Sauerstoffzuleitung bis 21 l/min zur Atmung mit Halbmasken, mit 12 V Beleuchtung, Wechselsprechanlage, Fernsehkamera-Überwachung mit 2 Kameras, 42 V Heizung.
Luftversorgung: Niederdruckkompressor mit Pufferkessel.
Notversorgung: Landseitig Druckkessel und Behälterkaskade.
Geschichte: 1986-1997 erste Unterwasserperiode im Bergwitzsee, 1998 Transport zum Wildschützsee, 10 Jahre Neuaufbau, ab 2008 im Wildschützsee betauchbar.

 

FAKTEN – Technische Daten der R I  (Helmförmige Taucherglocke in 3m)

Form und Maße: Helmförmige Taucherglocke, 1,3 m hoch und 2,8 m Durchmesser, mit Stützen 2,70 m hoch, 1 Bullauge mit 50cm, ein Bullauge mit 20 cm Durchmesser.
Gewicht: 1,5 t.
Max. Personenzahl: 4-5.
Sicherheitsausstattung: landseitig steuerbare Luftversorgung bis 42 l/min, Überwachung der Abluft, 12 V Wechselsprechanlage und Überwachungskamera.

>> nach oben

 Internet-Surftips für UW-Stations-Fans:

Deutschland:  www.tsbuder.de : Alle Informationen zu den in Kürze betauchbaren Unterwasserstationen im sächsischen Steinbruchsee Wildschütz; einziges aktives und live tauchend besuchbares Habitat in Deutschland.
www.oceanis.de : In Wilhelmshaven am Bontekai 63 findet man die virtuelle Tauchstation OCEANIS, die sich mit modernen medialen Mitteln und Computeranimationen mit Tauchstationen im allgemeinen und der Meeresforschung auseinandersetzt.
www.meeresmuseum.de/nautineum : Im Meeresmuseum Stralsund auf dem Dänholm wird die einzige deutsche Meeresforschungs-Station als Museumsstück erhalten.


USA: www.uncw.edu/aquarius : Die Website stellt die einzige noch aktive Meeresforschungs-Unterwasserstation vor, die seit 1986 arbeitet und von NOAA und der University of North Carolina in den Florida Keys betrieben wird.
www.jul.com: Stellt ein derzeit noch aktives, in Taucherkreisen berühmtes Unterwasserhotel in Key Largo, Florida vor, das aus einer alten wissenschaftlichen Unterwasser-Station hervorgegangen ist.

 

HISTORY  - Die berühmtesten Unterwasserstationen

1962-PRECOTINENT I: Cousteaus Taucher arbeiten und forschen 2 Wochen in 10 m Tiefe im Mittelmeer vor Marseille.
1963-PRECONTINENT II: Das Cousteau-Team besiedelt für längere Zeit ein Seesternhaus mit U-Boot-Garage in 10 m Tiefe bei Shaab Rumi vor PortSudan / Rotes Meer. Zeitweilige Aufenthalte in einem zweistöckigen Zylinderhaus, das in 27 m Tiefe steht.
1964-MAN-IN-THE-SEA-Projekt: Der Aufenthalt der amerikanischern Taucher Robert Stenuit und John Lindbergh für zwei Tage in 130 m Tiefe in einer zeltähnlichen Station gilt als Start des tiefen OffShore Tauchens und Techtauchens, vermutlich der erste Trimix-Einsatz.
1964-SEALAB I: Fünf Amerikaner leben und arbeiten in 60 m Tiefe.
1965-PRECONTINENT III: Das Cousteau-Team betreibt vor Cap Ferrat / Monaco in einem Kugelhaus in 110 m Tiefe 130 Tage lang OffShore-Forschung.
1965-SEALAB II: Drei amerikanische Bestzungen wechseln sich beim Leben in 60 m Tiefe ab und stoßen tauchend bis in 100 m Tiefe vor.
1968-1979, UWL HELGOLAND: Die einzige deutsche Unterwassersttion bietet für 11 Jahre tauchenden Wissenschaftlern ein zu Hause, die in der Nord- und Ostsee sowie vor er Ostküste der USA forschen wollten. UWL HELGOLAND gilt als weltweit erste Kaltwasserstation. Infolge der Arbeiten mit dem UWL wird in Deutschland die Forschungstaucher-Ausbildung etabliert.
1969-SEALAB III: Versuch von Arbeiten in einem Zylinderhaus in 180 m Tiefe, Abbruch des Experimentes nach einem tödlichen Unfall.
1969/1970-TEKTITE I und II: Vor den American Virgins arbeiten Wissenschaftler in zylinderförmigen Unterwasserhäusern in 15 m Tiefe.
1970–2008: Existieren nacheinander und parallel etwa 56 Forschungs-Habitate verschiedener Nationen im Meer.
1986 bis heute; AQUARIUS LABS: Das gemeinsam Unterwasserlabor der NOAA und der University of North Carolina Wilmington stand ab 1986 vor den U.S. Virgin Islands, ehe es nach Überholung von 1992 bis heute in die Florida Keys verlegt wurde. Ständige Nutzung zur Meeresforschung und Bildung, steht in 20 m Tiefe.
Ab August 2008: Habitate R I, R II und R III im Wildschütz bei Torgau / BRD.

Tauchplatzinfos:     www.tsbuder.de
Fotos und Text:       Falk Wieland, www.granitsee.de
 
>> nach oben


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Neuigkeiten und interessante Fakten zum Tauchen lesen Sie auf:
 
www.unterwasserwelt.de www.atlantis-magazin.de www.poseidon-archiv.de
www.tauchen.de www.tauchschule-dresden.de www.bleilatschen.de
     
Den jährlichen Unterwasser-Akt-Kalender für entsprechend interessierte Ästheten gibt es bei:
www.dd-photo.de